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Einstieg in Männerdomänen
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In Deutschland, wie anderswo in der EU, präsentiert sich die berufliche Erstausbildung weitgehend als eine nach Geschlechtern getrennte Veranstaltung. Über 70% der jungen Frauen drängeln sich in 20 Ausbildungsberufen, während sich nur etwas über die Hälfte der männlichen Jugendlichen auf 20 – zumeist andere – Berufe verteilt. Zu den weiblichen Top 3 gehören Bürokauffrau, Kauffrau im Einzelhandel und Arzthelferin, zu den männlichen Kraftfahrzeugmechaniker, Elektroinstallateur und Maler/Lackierer. Die neuen IT Berufe, die gute Chancen in der Informations- und Wissensgesellschaft versprechen, rangieren nur bei den jungen Männern unter den Top 20. Nur 14% der Auszubildenden in diesem Bereich sind Mädchen.
Die EP „Gender Mainstreaming in der Informationsgesellschaft“ hat sich vorgenommen, in neuen und alten Männerdomänen mit guten beruflichen Perspektiven für eine verbesserte Gender Balance zu sorgen. Individuelle Unterstützungsangebote begleiten weibliche Auszubildende, die sich für den Einstieg in technische und handwerkliche Berufe entschieden haben. Dabei geht es nicht darum, die jungen Frauen an männliche Normen und Arbeitskultur anzupassen, sondern ihnen zu ermöglichen, mit der Minderheitenrolle im Betrieb umzugehen und ihre Lernansätze zu stärken. Gleichzeitig wird ein Pool von Betrieben aufgebaut, die auf der Grundlage von Qualitätskriterien eine an Chancengleichheit orientierte Technik-Ausbildung anbieten.
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